Social News Update - Juni 2020

Annika Opfer
30.6.2020

In der schnelllebigen Social Media Welt gibt es fast täglich neue Trends und Features, die neue, spannende Möglichkeiten für Marken bieten. In unserem monatlichen News Update erfahren Sie alles, was im vergangen Monat in der Social Media Welt wichtig war!

👉 Instagram testet neues Kurzvideo-Format „Reels“

Der Kurzvideo-Trend aus China wird bald nicht mehr nur auf TikTok zu finden sein. Instagram führt ein neues Feature namens „Reels“ ein, mit dem 15-sekündige Videos aufgenommen, bearbeitet und mit Sounds hinterlegt werden können. 

Die Nutzer sind skeptisch: Das neue Feature klingt nach einer 1:1 Kopie der schnell wachsenden und immer beliebter werdenden Plattform TikTok.

Instagram erklärt dazu: 

„Wir sehen Reels als ein Kernstück für die Zukunft der Unterhaltung auf Instagram – jetzt gibt es noch mehr Möglichkeiten für Menschen, Inhalte zu erstellen und zu entdecken, die sie lieben. Wir möchten mit Reels jedem die Möglichkeit geben, sich kreativ auszudrücken und entdeckt zu werden und freuen uns darauf, einer ganz neuen Generation von Instagram Talenten eine Bühne zu geben. „


Nutzer können die Clips direkt in der App aufnehmen oder bereits vorhandene Videos aus der Mediathek hochladen. Sind die Clips einmal fertig gedreht, können sie durch einige Bearbeitungstools angepasst und mit passenden Sounds hinterlegt werden.

Erste Tests der neuen Funktion zeigen, dass Instagram mit Reels zwar einige der Kernfeatures von TikTok imitiert, der dahinterliegende Algorithmus jedoch anders funktioniert. Das Potential, mit nur wenigen Followern hohe Viewzahlen zu erreichen - wie es auf der Plattform TikTok möglich ist - ist bei Reels deutlich weniger gegeben. Zudem sind die Videos bei Instagram Reels deutlich versteckter - sie sind lediglich im Explore Feed sowie dem eigenen Profil sichtbar. Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt abzwarten, ob Instagram TikTok damit ernsthafte Konkurrenz machen kann.


👉 Shoppable Ads auf YouTube 

YouTube fügt neue E-Commerce-Produktlisten unter Videoanzeigen ein:

YouTube soll zukünftig noch stärker als Verkaufsplattform für Marken dienen. Advertiser können erstmalig Ads mit passenden Produktkatalogen ergänzen und somit dem Zuschauer die Möglichkeit bieten, die in der Anzeige beworbenen Produkte mit einem Klick direkt zu shoppen. 

Der Katalog erscheint direkt unter der laufenden Video Anzeige in einem Dropdown-Menü, das durch einen CTA Button aktiviert wird, und lässt sich wie bei einem Online-Shop durchscrollen.

Der Prozess läuft weitestgehend automatisiert ab. Um die Funktion nutzen zu können, synchronisieren Advertiser ihren Feed aus dem Google Merchant Center mit den Video Ads. 

Das Beispiel zeigt, dass Shoppable Ads plattformübergreifend immer verbreiteter werden, und außerdem welche spannenden Möglichkeiten sie für Marken bereit halten. 

👉 WhatsApp Pay startet in Brasilien - und wird bereits nach einer Woche wieder eingestellt

In Brasilien wurde das neue Pay-Feature der Messenger-App WhatsApp getestet. 

Wie bereits 2019 angekündigt, sollte die Bezahlfunktion schon bald in mehreren Ländern zur Verfügung stehen und als Gegengewicht zu Paypal, Apple Pay und Co. dienen. Doch schon nach nur wenigen Tagen scheitert die neue Bezahlfunktion - was ist passiert?
Die Idee, direkt über die Messenger App bezahlen zu können, war vielversprechend. WhatsApp wird von Milliarden Menschen genutzt - warum nicht auch über die App bezahlen können? 

Die Einführung des neuen Features erfolgte allerdings ohne eine Genehmigung durch die brasilianische Zentralbank. Somit ist nach nur einer Woche vorerst Schluss mit WhatsApp Pay. 

Ob die neue Bezahlfunktion endgültig eingestellt wird, ist noch nicht abzusehen. WhatsApp sucht derzeit nach einer Lösung, um die Funktion wieder herzustellen.



So funktioniert WhatsApp Pay:

Die Anmeldung für WhatsApp Pay erfolgt durch die Verbindung der persönlichen Bank mit der App. Nach der Bestätigung der Bankverbindung kann es losgehen. Nutzer können direkt über die Messenger App Freunden und Familie Geld senden und Einkäufe bei lokalen Unternehmen tätigen. Das Bezahlen über WhatsApp Pay ist für Privatpersonen kostenlos. Unternehmen müssen für den Empfang von Zahlungen eine Bearbeitungsgebühr entrichten.

Besonders für kleine, lokale Unternehmen, die Schwierigkeiten damit haben, mobile Bezahlmethoden anzubieten, birgt WhatsApp Pay großes Potential. Zusätzlich wird WhatsApp Pay besonders attraktiv durch die hohe Nutzerbasis des Messengers. Verbunden mit WhatsApp Business können Unternehmen zukünftig Produkte direkt über die Messenger App anzeigen und verkaufen.

Hier geht's weiter 👇